Antworten zu Schallsimulation, Nachhallzeiten und akustischer Planung – kompakt und ohne Fachchinesisch.
Für Besprechungsräume mit Sprachkommunikation liegt der Zielwert meist zwischen 0,6 und 0,8 Sekunden. In größeren Auditorien darf er etwas höher ausfallen, sollte aber 1,0 Sekunde nicht überschreiten. Entscheidend ist die Nutzung: Je mehr gesprochen wird, desto kürzer sollte der Nachhall sein. Wir messen den Ist-Zustand vor Ort und leiten daraus konkrete Sanierungsmaßnahmen ab.
Zunächst übernehmen wir den Grundriss und die Materialdaten aus Ihrem Architekturmodell. Danach berechnen wir Schallausbreitung, Reflexionen und Nachhallzeiten für verschiedene Raumsituationen. Das Ergebnis ist ein farbcodiertes Diagramm, das Problemzonen sichtbar macht. Auf dieser Basis empfehlen wir Absorberflächen, Diffusoren oder geometrische Anpassungen – noch bevor gebaut wird.
In Großraumbüros kombinieren wir schallabsorbierende Deckensegel mit akustisch wirksamen Trennwänden. Mikroperforierte Paneele und spezielle Akustikputze reduzieren den Geräuschpegel, ohne den Raum optisch zu überladen. Wichtig ist die Platzierung: Absorber sollten dort sitzen, wo Schall entsteht – also über Arbeitsplätzen und in Kommunikationszonen. Wir berücksichtigen dabei immer die bestehende Gebäudetechnik.
Ja, die Nachrüstung bestehender Räume ist ein Schwerpunkt unserer Arbeit. Wir analysieren die vorhandene Bausubstanz, messen die aktuellen Nachhallzeiten und entwickeln ein Konzept, das sich in den laufenden Betrieb integrieren lässt. Häufig genügen bereits gezielt platzierte Absorberflächen oder mobile Trennwände, um die Sprachverständlichkeit deutlich zu verbessern.
Unsere Berechnungen orientieren sich an den europäischen Baunormen, insbesondere an der ÖNORM B 8115 für die Bauakustik und der DIN 18041 für die Raumakustik. Für Arbeitsstätten ziehen wir zusätzlich die Vorgaben zur Lärmminderung heran. Wir dokumentieren alle Annahmen und Ergebnisse so, dass sie für Einreichungen und Ausschreibungen direkt verwendbar sind.
Das hängt vom Umfang ab. Eine erste Einschätzung für einen einzelnen Konferenzraum erhalten Sie nach einer Vor-Ort-Messung innerhalb weniger Tage. Für ein komplettes Gebäude mit mehreren Nutzungstypen rechnen Sie mit zwei bis vier Wochen für Messung, Simulation und Dokumentation. Bei laufenden Architekturprojekten begleiten wir Sie gerne über mehrere Planungsphasen hinweg.
Stimmen aus Planungsbüros, Bauherren und Facility-Management
Wir dokumentieren jeden Auftrag mit Vorher-Nachher-Messungen. Nachhallzeit, Sprachverständlichkeit und Schalldämmung werden vor und nach der Umsetzung erfasst – so bleibt der Nutzen für Bauherren und Architekten nachvollziehbar.
Die Nachhallzeit im Plenarsaal sank von 1,8 s auf 0,9 s. Die Sprachverständlichkeit ist jetzt auch in den hinteren Reihen gegeben, ohne dass wir die Deckenhöhe verändern mussten.
Die Schallsimulation hat uns bereits in der Entwurfsphase gezeigt, wo die kritischen Reflexionsflächen liegen. So konnten wir die Wandpanele gezielt platzieren und unnötige Kosten vermeiden.
Die Pegel in den offenen Arbeitsbereichen sind um 6 dB gesunken. Mitarbeitende berichten von deutlich weniger Störungen, und die Besprechungsräume sind jetzt wirklich abgeschirmt.
Die Simulationsmodelle haben uns geholfen, die Akustikdecken und Trennwände optimal aufeinander abzustimmen. Die Umsetzung erfolgte ohne Verzögerung im Bauablauf.
Die Zusammenarbeit war pragmatisch: klare Messprotokolle, nachvollziehbare Empfehlungen und eine saubere Dokumentation für die Ausschreibung. Genau das, was wir für die Vergabe brauchten.
Von der ersten Schallsimulation bis zur fertigen Ausführungsplanung: Wir begleiten Architekturbüros und Bauherren mit präzisen Berechnungen und praxisnahen Empfehlungen für Konferenzzentren, Auditorien und Bürogebäude.
Leistungsübersicht ansehenBereits im Vorentwurf berechnen wir Schallausbreitung und Nachhallzeiten für Ihre Raumgeometrie. So erkennen Sie frühzeitig kritische Bereiche und vermeiden teure Umbauten nach Fertigstellung.
Frühe Planungssicherheit für ArchitektenWir dimensionieren Absorber- und Diffusorflächen passend zur Raumnutzung. Das Ergebnis: klare Sprachverständlichkeit und angenehme Arbeitsbedingungen ohne störenden Hall.
Messbar bessere VerständlichkeitVon der Trittschalldämmung bis zur Fassadendämmung: Wir prüfen Bauteile und Anschlüsse auf ihre schalldämmenden Eigenschaften und empfehlen wirtschaftliche Lösungen.
Einhaltung europäischer BaustandardsOffene Arbeitsflächen brauchen ein durchdachtes Konzept aus Deckensegeln, Trennwänden und Pufferzonen. Wir analysieren die Lärmquellen und entwickeln ein abgestimmtes Maßnahmenpaket.
Höhere Konzentration und ProduktivitätNach der Umsetzung überprüfen wir die tatsächlichen Werte vor Ort und dokumentieren die Ergebnisse. So erhalten Sie eine belastbare Grundlage für Abnahme und Gewährleistung.
Verifizierte Ergebnisse für die ÜbergabeWir empfehlen konkrete Produkte und Befestigungsarten, die zu Ihrer Decken- und Wandkonstruktion passen. Das spart Zeit bei der Ausschreibung und vermeidet bauphysikalische Probleme.
Direkt umsetzbare AusschreibungstexteDrei klar abgegrenzte Leistungsstufen – von der Erstanalyse bis zur baubegleitenden Qualitätssicherung. Jedes Paket ist auf einen bestimmten Projektstand zugeschnitten und lässt sich mit optionalen Modulen ergänzen.
Vor-Ort-Messung der Nachhallzeiten in bis zu sechs Räumen, Erfassung der Raumgeometrie und eine überschlägige Bewertung nach ÖNORM B 8115-3. Sie erhalten einen kompakten Bericht mit priorisierten Handlungsempfehlungen – geeignet für die Entscheidungsfindung in der frühen Projektphase.
Detaillierte Simulationsmodelle für Schallausbreitung und Nachhall in Konferenzzentren, Auditorien und Büroetagen. Wir berechnen Beschallungsgrade, Sprachverständlichkeit (STI) und Schalldämm-Maße, leiten daraus konkrete Materialempfehlungen ab und liefern CAD-taugliche Planungsunterlagen für Ihr Architekturbüro.
Begleitung der Ausführungsphase mit regelmäßigen Kontrollmessungen, Abstimmung mit Gewerken und abschließender Abnahmemessung. Wir dokumentieren die erreichten Werte und stellen sicher, dass die geplanten akustischen Kennwerte im fertigen Gebäude tatsächlich ankommen.
Ergänzendes Modul für Projekte mit erhöhten Anforderungen an die Bauakustik. Wir bewerten Fassadenbauteile hinsichtlich Außenlärmimmissionen und dimensionieren Trittschall-Dämmungen für Geschossdecken – abgestimmt auf die Anforderungen der jeweiligen Gebäudeklasse.