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Präzisierung der Leistungsgrenzen und Bewertungsmethoden
Die Berechnungen folgen den europäischen Baustandards, insbesondere der ÖNORM B 8115-3 für die Nachhallzeit und der ISO 3382-2 für messtechnische Erhebungen in Räumen. Abweichungen zwischen simulierten und gemessenen Werten sind möglich, da die Modelle auf idealisierten Randbedingungen beruhen. Für die Abnahme empfehlen wir eine ergänzende Vor-Ort-Messung nach Fertigstellung.
Für die Schallsimulation benötigen wir die Raumgeometrie als 3D-Modell, Angaben zu Oberflächenmaterialien sowie die geplante Bestuhlung und technische Ausstattung. Fehlen diese Angaben, arbeiten wir mit konservativen Annahmen, die im Bericht gekennzeichnet werden. Eine spätere Anpassung der Materialparameter ist möglich, sofern die Grundgeometrie unverändert bleibt.
Die simulierten Werte dienen als Planungsgrundlage und ersetzen keine bauphysikalische Abnahme. Toleranzen von ±0,1 Sekunden gegenüber dem Zielwert gelten als üblich, da reale Bauteile und Einbauten das Ergebnis beeinflussen. Bei kritischen Projekten, etwa Auditorien oder Aufnahmeräumen, empfehlen wir eine zweistufige Validierung: Simulation in der Entwurfsphase und Messung nach der Fertigstellung.
Der Leistungsumfang umfasst die Erstellung des Simulationsmodells, die Berechnung von Schallausbreitung und Nachhallzeit sowie einen Ergebnisbericht mit Handlungsempfehlungen. Nicht enthalten sind die bauliche Umsetzung, Materiallieferungen und behördliche Einreichungen. Diese Leistungen können auf Anfrage über unsere Partnerbüros koordiniert werden.
Stellt sich während der Bauphase heraus, dass Materialien oder Raummaße von der Planung abweichen, prüfen wir die Auswirkungen auf die Akustik und passen das Modell an. Die Kosten für eine solche Nachsimulation werden separat ausgewiesen und sind nicht im Grundhonorar enthalten. Wir empfehlen, Änderungen frühzeitig zu melden, um aufwendige Korrekturen zu vermeiden.
Ja, die Simulationsmodelle lassen sich auf Bestandsgebäude übertragen, sofern die vorhandene Bausubstanz dokumentiert ist. Bei unbekannten Materialien führen wir vorab eine kurze Begehung durch und ergänzen fehlende Parameter. Die Genauigkeit der Prognose hängt dabei stärker von der Qualität der Bestandsdaten ab als bei Neubauten.
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